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Gefällt mir natürlich, der Kommentar der Welt: Sein Engagement gegen Nazis, gegen Krieg und jetzt für Emigranten. Besonders gerne unterschreibe ich natürlich der Teil mit Willy, Günter, Otto und Udo _

3 Stunden Panikparty gestern im Waldstation für über 40.000! Darauf noch ein Eierlkörchen.

Mit 69 Jahren steht er im Olympiastadion von 1936 und ermahnt die Deutschen mit dem Lied „Sie brauchen keinen Führer“. Er hat für die Tour ein Lied geschrieben, das „Wir werden jetzt Freunde“ heißt und allen Flüchtlingen gewidmet ist. Er seufzt und sagt, er könne immer noch nicht anders, als das alte Lied „Wozu sind Kriege da?“ zu singen, weil der Krieg noch da ist, er holt wieder Kinder auf die Bühne und lässt ihre Fragen grün über die Videowände laufen, Karaoke für den Frieden.

Wem das peinlich ist, der muss immun sein gegen sämtliche Udologien. Bei allen Zumutungen, die sein Stadionkonzert so bietet, weiß man, als er dann als Woddy Wodka nach drei Stunden mit einer Rakete in der Nacht verschwindet, wieder, was man an ihm hat. Und zwar den Dichter, der das Deutschsein damals neu erfunden haben muss wie Willy Brandt die deutsche Politik, Günter Netzer den deutschen Fußball und Otto Waalkes den deutschen Witz. Er hat ja auch sich selbst und seine Sprache erst erfinden müssen.

via Udo Lindenberg im Berliner Olympiastadion: Ganz der Alte – DIE WELT.

Man kann Udo mögen oder eben nicht. Und viele mögen ihn nicht. Aber eins kann man nicht gegen ihn sagen: Er macht sein Ding. Und für ihn gilt das, was andere gerne wären. Er is authentisch.

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