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Nun läuft sie, meine erste SmartHome-Lösung, besser meine Heizssteuerung. Ich habe mich trotz einiger (vieler?) negativer Kommentare für die MAX! Heizungslösung entschieden und sie bei ELV bestellt. Als Teil einer Mehrfamilienwohnanlage mit einer zentralen Heizungsanlage schien sie mir am besten geeignet und am günstigsten zu sein.

[Randbemerkung: Nicht die MAX! Produkte bestellen, die die Bezeichnung Bausatz haben, bestellen. Es sind wirklich Bausätze, die man zusammenbauen muss. Lesen hilft manchmal. Die beiden Lieferungen – zuerst die Bausätze und dann die fertigen Module – wurden prompt geliefert und waren in 1-2 Tagen da.]

Der MAC! Cube für LAN und Internet-Zugang

Der MAC! Cube für LAN und Internet-Zugang

Ein MAX! Heiztheromstat

Ein MAX! Heiztheromstat

Einfacher Schalter: Automatische Konfiguration oder Eco-Modus

Einfacher Schalter: Automatische Konfiguration oder Eco-Modus

Das MAX! Wandthermostat

Das MAX! Wandthermostat

Die MAX! Päckchen im Überblick

Die MAX! Päckchen im Überblick

Am Freitag und Samstag habe ich die Module dann installiert. Angefangen habe ich mit dem MAX! Cube LAN Gateway und einem Heizungsthermostat in meinem Arbeitszimmer begonnen. Den Cube braucht man, wenn man die Heizkörper und Temperatur in einem ganzem Haus bzw. einer ganzen Wohnung verwalten und das System über Computer und von unterwegs über das Internet und Apps steuern will.

Das Heizthermostat ließ sich wie alle weiteren einfach an unsere Heizkörper anschrauben und justieren. Sie stellten sich nach kurzer Zeit auf den Heizkörper ein und man konnte von da mit den Thermostaten die Temperatur regeln. Dies kann manuell oder automatisch geschehen. Automatisch bedeutet, dass auf ein Heizprofil zurückgegriffen wird, in dem festgelegt ist, zu welcher Uhrzeit in welchem Raum welche Temperatur herrschen soll. Diese Werte können dann manuell übertrumpft werden.

Es gibt folgende Möglichkeiten, die Heizung zu steuern:

  • An den Thermostaten: Hier gibt es zwei Typen. Das Heizthermostat und das Heizthermostat+. Beim „Plus“ kann man besagte Heizprofile  über das Thermostat hinterlegen.
  • Am Wandthermostat+: Mit dem Thermostat kann man einen Raum mit mehreren Heizthermostaten steuern.
  • Über die MAX! Apps, die für iOS und Android verfügbar sind. Voraussetzung: Wie oben beschrieben der MAX! Cube!
  • Über das MAX! Portal im Browser.
  • Über eine Windows- oder Mac-Anwendung, die lokal auf dem Rechner läuft. Dabei handelt es sich um eine Anwendung, die nahezu identisch zur Portal-Lösung ist. Jedoch bietet die lokale Variante die Möglichkeit, neue Geräte anzuschliessen und eben den Internet-Zugang frei zu geben.

Die Mac-Anwendung, die ich nutze, arbeitet etwas hakelig. Eine Java-Anwendung fährt hoch und öffnet den Browser, wo dann das System konfiguriert werden kann – inklusive der Integration neuer Geräte. Die Benutzerführung ist nicht gerade das Gelbe vom Ei. Das ginge wesentlich komfortabler und logischer, aber das System tut es. Es gab wohl einmal eine alternative Software von einem Drittanbieter, der aber – so scheint es – seine Arbeit eingestellt hat.

Ich konnte den Cube bzw. mein System zuerst nicht im Internet anmelden. Nach Installation von „Java für OS X 2014-001“ von Apple unter dem Mac Betriebssystem Yosemite lief es dann. Ich nehme, dass dieser Patch mein ursprüngliches Problem gelöst hat.

Wie sieht nun meine Konfiguration aus:

  • zentrale Steuerung über den MAX! Cube inklusive Zugriff über das Portal und Zugriff über die Apps,
  • im Wohnzimmer zusätzlich ein Wandthermostat+ und Heizkörperthermostate,
  • im Schlafzimmer Heizkörperthermostate,
  • im Bad Heizkörperthermostat und
  • im Arbeitszimmer Heizkörperthermostat.

Zusätzlich habe ich einen MAX! Eco Taster direkt neben der Wohnungseingangstür angebracht, mit dem man mit einem Tastendruck auf das Eco- oder das Automatikprogramm umschalten kann. Fensterkontakte habe ich bisher nicht erworben. Die merken, wenn ein Fenster offen ist, und Stoppen das Heizen.

Die MAX! Portallösung bietet noch Verbesserungspotential.

Die MAX! Portallösung bietet noch Verbesserungspotential.

Ich habe das System so konfiguriert, dass alle potentiellem Anwender damit zurechtkommen und MAX! auch immer bedient und konfiguriert werden kann, wenn einmal das MAX! Portal nicht verfügbar sein sollte. [Im Netz findet man einige Hinweise darauf, dass das Portal öfters mal nicht online sei, was natürlich nicht akzeptabel ist.] Meine Eltern können das System über die Heizkörper- und das Wandthermostat einstellen. Wir nutzen die iOS-App, die auch nicht superkomfortabel ist, aber es tut. Über den Eco Taster an der Eingangstür sollen wir alle dran erinnert werden, das System auf Sparbetrieb zu schalten, wenn einmal alle die Wohnung verlassen.

Wie sieht nun die wirtschaftliche Seite aus, der eigentliche Grund, warum ich das MAX! System angeschafft habe. Beim Vertriebspartner Mobilcom debitel der ELV / eQ-3-Gruppe ist ein Ersparnisrechner online. Demzufolge würden wir ca. € 30,7 im Monat, also rund € 368 im Jahr sparen. Das bisher angeschaffte System hat rund € 250 gekostet. Demnach würde es sich innerhalb eines Jahres rechnen. Ich werde das natürlich verfolgen und auch hier die Ergebnisse posten. Tado hat auch einen Energiesparrechner auf seiner Webseite, der für unsere Wohnung von einer Ersparnis von € 208 ausgeht.

Der Ersparnisrechner von mobilcom debitel.

Der Ersparnisrechner von mobilcom debitel.

Wie schaut es nun nach 1,5/2 Tagen aus? Bisher positiv. Einmal installiert und konfiguriert – was weitestgehend reibungslos ging – läuft das System bisher sauber. Wir spielen natürlich noch mit den Einstellungen herum, welche Temperatur zu welcher Tages- und Nachtzeit in welchem Raum herrschen soll. Das ist aber normal und ich nehme diese Einstellungen für die automatischen Profile als Richtwerte für den typischen Tag. Wenn der Tag dann anders verläuft, kann man wie oben beschrieben am Heizkörper- oder Wandthermostat, der Portalanwendung oder der App pro Raum neu einstellen. Übrigens gibt es auch eine Urlaubseinstellung – nicht ideale Funktionalität -, mit der man die komplette Heizung bis zum Tag X und X Uhr runterfahren kann. Gestern haben wir dann erstmals die App on the road genutzt. Nach einem Abendessen mit Freunden haben wir auf der Fahrt die Heizung in Bad und Schlafzimmer von unterwegs hoch gefahren. Ich bin – gerade auch wegen der kritischen Bemerkungen – auf die Erfahrungen der kommenden Wochen und Monate gespannt.

Weitere Links zu MAX!, teilweise älter, aber lesenswert:

 

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