Wir hatten ja schon die Diskussion auf Facebook und hier im Blog. Wie sind Markus Schneider und seine Weine zu bewerten. Neu aufgekocht wird das Thema durch Captain Corks Artikel:

Der Captain trank sich mit Markus Schneider durch dessen neuen Jahrgang. Und erfuhr Neuigkeiten, die bald für Aufsehen sorgen werden. Deutschlands wichtigster Winzer macht den Sinatra: He does it his way.

Moderne Etiketten von einer Grafikerin, die ausgerechnet „Trinkaus“ heißt. Ute Trinkaus aus Bad Dürkheim. Manchmal ist das Leben ein Taschenbuch von Donald Duck.

Schneider muss sich seit jeher vorwerfen lassen, fabrizierte Weine zu machen, eine Art bessere Industrieweine.

via Bunt Print: Der neue Markus Schneider. | CaptainCork.

Und Alex. Schilling kommentiert des Captain Einordnung Schneider als Deutschlands wichtigsten Winzer:

Was hat der deutsche Weinbau denn gewonnen, wenn ein, “massentauglicher Wein” (ebenfalls Cptn. Cork!) und dessen Erzeuger als wichtigster Winzer genannt wird? Gerade von vielen jüngeren Winzern weiß ich, dass die Marke Markus Schneider für sie eben kein Vorbild ist. Zu groß, zu bekannt, eben massentauglich!

via derWeinblog.de | Jesuitenhof Spätburgunder Dirmsteiner Jesuitenhofgarten Pfalz -der Weinblog.

Meine 2 bescheidenen Cents als simpler Weintrinker, weder Kapitän eines wohl bestückten Kahns, noch Weinblogger:

  • Moderne Etiketten hin, austrinkende Grafikerin her: Mir schmecken die meisten seiner Weine. Alle habe ich sicher noch nicht probiert, aber die, die ich im Glas hatte, gehören für mich zur Spitze. Mag sein, dass ich massentauglich bin, aber mir schmeckts.
  • Schneider führt meiner Ansicht nach viele Noch-Nicht-Weintrinker durch sein Marketing, vor allem aber die Qualität seiner Weine an Wein heran. Massentauglichkeit hin, Massentauglichkeit her. Gut so!
  • Apropos Massentauglichkeit und Industrieweine: Bei Massenproduktion denke ich eigentlich an andere Länder und andere Stückzahlen. Schneider hat unterdessen einige Flaggschiffe, kann sich aber auch Experimente leisten und leistet sich diese. Einige davon sind sicher nicht massentauglich.
  • Ich kann nicht verstehen, wie ein önologisches Quartett des Handelsblatts Markus Schneider unter den 100 besten deutschen Weingüter einfach ignoriert. Man kann über ihn und seine Vermarktung geteilter Meinung sein, aber ihn zu ignorieren, zeigt – so denke ich – Ignoranz … und mehr. Oder ich habe die Bewertungskriterien nicht verstanden als banaler Weintrinker.

Und aus der Diskussion kann man die Luft ein bisschen rauslassen: Nischenweine haben ihre Berechtigung ebenso wie massentaugliche Weine (solange diese qualitativ gut gemacht sind).

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