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Zuerst einmal Glückwunsch für 5 Jahre Weinbloggerei!

Einige Wein Blogger traten damals an, um die Weinwelt von sakralischen Krusten der Unnahbarkeit zu befreien. Das ist streckenweise in unserem Mikrokosmos durchaus gelungen. Dabei ging es eigentlich nie darum, dass mit Traditionen gänzlich gebrochen werden sollte. Ganz im Gegenteil. Viele engagierte Jungwinzer der Gegenwart besinnen sich immer mehr der alten Verfahren. Nein, es war viel mehr der Versuch der Förderung der Salonfähigkeit des Thema Wein für Jedermann. …

Die Szene konnte sich über Jahre extrem professionalisieren. Heute wird aktueller und kontemporärer Wein im Netz gelebt. Nicht mehr in Katalogen oder Printtiteln. Viele meiner damaligen Mitstreiter konnten in bezahlte Jobs der Branche wechseln. Andere gibt es heute leider nicht mehr. Insgesamt empfinde ich, dass die Blogger Landschaft in Sachen Wein weniger geworden ist. Wie liebte ich damals die konsequenten Themenblogs. Sie gibt es kaum noch. Dafür bietet das Netz nun Weinmagazine, die Trends setzen und entdecken. Die Meinungsmacht ist umgezogen. Sie wirkt im Web 2.0 dynamischer und impulsiver.

via La Gazzetta del Vino: 5 Jahre La Gazzetta del Vino – Aufstieg und Phallus des Direttore.

Aber ist die Szene wirklich so dynamisch? Ich bin ja erst ein kurze Weile unterwegs, aber mir erscheint sie doch meist brav und ich bin überrascht, dass es nicht mehr Wein- und Winzerblogs gibt. Bewegt sich die große Mehrheit der Weininteressiertem doch eher in Hochglanzmagazinen, bei Jacques und (hoffentlich auch kleineren) anderen Weinhandlungen oder gar im Supermarkt? Würde mir a bisserl mehr leben im Weinweb 2.0 wünschen.

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