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Traumstrand beim Santiburi

Traumstrand beim Santiburi

Nach unserem Traumurlaub im Evason in Phuket vor 3 Jahren hatten wir uns entschlossen, auf jeden Fall mal wieder Urlaub in Thailand zu machen. Meine bessere Hälfte ist unsere Urlaubsplanerin und sie hat zusammen mit unserem lokalen DER Reisebüro eine pauschale Traumreise nach Koh Samui mit einem eintägigen Aufenthalt zu Beginn der Reise in Bangok zusammengestellt. Es war ein wunderschöner Urlaub. Hier einige Eindrücke:

Der Flug: Geflogen sind wir mit Thai Airways nach Bangok. Die A380 war im Juni 2013 bei weitem nicht ausgebucht, so dass wir eine Sitzreihe für uns hatten. Mir schien, dass Thai den Economy-Passagieren (zumindest im Vergleich zur 747 der Lufthansa) mehr Beinfreiheit einräumt. Der lange Flug war so angenehm und entspannt. Nach einem Tag in Bangok sind wir dann mit Bangok Airways nach Koh Samui auf einen kleinen, verschlafenen Flughafen: Ein kurzer, relaxter Flug.

Zum Urlaubsende fing es dann wirklich in Strömen an zu regnen. Die Strasse zum Flughafen war an einigen Stellen mit 30-40 Zentimeter Wasser überspült. Der Flug startete aber trotzdem, etwas verspätet. Und der Rückflug mit Thai Airways hob gegen Mitternacht ab, so dass wir morgens früh in Frankfurt landeten.

Das Hotel: Als Hotel hatte meine Frau das Santiburi Golf, Resort & Spa in Mae Nam ausgesucht. Die Bewertungen auf Tripadvisor überschlagen sich teilweise: Eines der besten Hotels der Welt und so weiter. Ich würde es nicht ganz so hoch hängen. Das Santiburi ist ein sehr gutes, luxuriöses Hotel. Der Flussbungalow, den wir bewohnt haben, war sehr schön: grosser kombinierter Wohn- und Schlafraum, Fernsehen, WiFi, Kühlschrank mit Getränken. Air Condition, grosses Bad (mit lächerlich kleiner Badewanne – wozu die gut sein soll, muss man mir noch erklären). Das Frühstück ist exzellent und auch die Restaurants sollen gut sein, haben aber das entsprechende preisliche Niveau. Wir haben allerdings – bis auf einen Salat mittags – nur im Ort gegessen.

Das Publikum ist gemischt. Da das Santiburi auch einen wohl sehr schönen Golfplatz angeschlossen hat, sind immer auch klassische Golfer anwesend. Kein weiterer Kommentar. Daneben haben wir viele Schweizer, Österreicher, Deutsche, Skandinavier und auch Russen ausgemacht. Außer mit einem guten Morgen kommt man mit den anderen Gästen eher selten in Kontakt. Die hotel-eigenen Bürgersteige werden spätestens gegen 22 Uhr hochgeklappt, sprich im Hotel ist gar nichts los. Passt aber irgendwie … Man muss ja morgens früh fit für den Abschlag sein … Hüstel …

Die nun folgenden, etwas kritischeren Punkte sind als Jammern auf hohem Niveau zu verstehen: Beim Einchecken wurde natürlich versucht, uns für 1.500 Baht die Nacht ein Upgrade auf eine Strandvilla zu verkaufen … Braucht man nicht. Die Hausdame sprach uns die ersten 4-5 Tage jeden Morgen auf eine  Reservierung in einem der Hotelrestaurants an. Braucht man nicht …

Einen Tag habe ich mit dem Tennistrainer gespielt. Die Bälle waren unter aller Kanone, die Schläger ausgelutscht. Aber gut: Es war eh zu heiss und der Trainer war eher ein Sparringspartner (wurde auch so genannt). Gegen Ende des Urlaubs bin ich dann nochmals an den beiden Tennisplätzen (Beton) vorbei. Da hat dann ein anderer Trainer (gut) gespielt. Ob es unterdessen neue Bälle gab, kann ich nicht sagen. Ich könnte noch einige weitere  Punkte hinzufügen, wo der letzte Kick zum Superklasse-Hotel gefehlt hat, aber wie gesagt … Jammern auf hohem Niveau. Wir haben uns wohl gefühlt denn … Es ist ein Luxushotel, durchaus noch erschwinglich, wenn man es pauschal mit Flug und allem bucht, aber natürlich kann am Strand und im Ort in anderen Villen und Hotels günstiger wohnen.

Der Strand: … der Privatstrand des Hotels ist eine Wucht. Über rund 300 Meter hat man komfortable Liegen und Hängematten verteilt. Es sind 10 Meter in eine warme (und ich meine wirklich warm) Meeresbadewanne. Am Strand kann man unter Palmen oder Sonnenschirmen die fototapetenartige Sicht auf ein türkis-blaufarbenes Traummeer geniessen. Freie Plätze gab es am Strand immer. Die Liegen sind gemütlich und bequem. Der Abstand zur nächsten Liegegruppe ist komfortabel. Einfach super …

Und wieder ein klein, klein wenig Gemäkel: Als bekennende Schattenlieger haben wir unsere zwei Liegen immer unter die Palmen in den Schatten gezogen. Die Boys am Strand sind mit ihren zwei Flaschen Wasser immer erst dann gekommen, wenn ich gerade wieder die Liegen neu platziert hatte. Maximal 5 Sekunden später standen sie mit 2 Flaschen Wasser an den Liegen  … Das im Netz auf den Bewertungsportalen erwähnte nachmittägliche Eis gab es nur wenige Male, aber wie gesagt … Ach ja: Der Sand am Strand ist eher grobkörnig, was uns nicht gestört hat.

Last but not least und es sei nur erwähnt.: Ab und an kam auch ein Ast von den Palmen runter. Niemandem ist während unserer Zeit etwas passiert, aber es sah schon manchmal spektakulär aus. Kokosnüsse waren an „unseren“ Bäumen nicht zu sehen. Die hingen jenseits des Hotelstrands durchaus an den Palmen, unter denen manch ein Tourist lag …

Am Strand jenseits des Santiburi gibt es eine Reihe von Lokalen, von Strandbars bis zu Restaurants. Zweimal haben wir dort auch gegessen, wirklich 2 Meter weg vom Wasser. Und in einer der Bars habe ich per reinem Zufall eine liebe Arbeitskollegin mit ihrer Familie getroffen. Die Welt ist klein …

Der Ort: Natürlich wird Mae Nam unterdessen auch vom Tourismus dominiert, aber noch hat der Ort ein bisschen was Urtümliches und ist nicht so geleckt wie Bophut. Zwischen Restaurants und Massageangeboten gibt es noch die Motorradwerkstatt und „normale“ Geschäfte. Der Müll steht an der Strasse und es ist nicht wirklich „schön“. Donnerstags ist Walking Street, Markt in der Hauptstrasse, wo auch die Mehrzahl der Restaurants und 1-2 Pubs zu finden sind. Der Markt ist sehr nett und auch noch originär, hat uns sehr gut gefallen. Alles war überschaubar, jedoch war auch noch Low Season.

Walking Street in Mae Nam

Walking Street in Mae Nam

Mae Nam hat noch a bisserl was Hippiehaftes, obwohl auch hier der Zug Richtung Tourismus abgefahren ist. Aber wie gesagt, es geht noch. In der Low Season (Juni/Juli) war auch wenig los. Oft wurden auch im Ort abends früh die Bürgersteige hocgeklappt, doch wir haben meist noch ein Plätzchen für einen Plausch gefunden (siehe unten). Irgendwie hat uns der Ort an unser mal geliebtes Georgiopouli auf Kreta vor 15-20 Jahren erinnert …

Essen & Trinken: Im Ort hatten wir dann auch 3-4 Lokale, wo wir abwechselnd gegessen und meist noch einen Absacker genossen haben. In den Urlaub gestartet sind wir in der San Remo Lounge, einem Restaurant geführt von Lars und Timo. Das San Remo ist für seine Pizzen bekannt. Wir haben aber immer gut Thai dort gegessen und den Plausch mit Lars genossen, der uns den ein oder anderen Tipp gegeben hat. Und natürlich hat man bei Lars (und den anderen Restaurants) auch den einschlägigen Dorftratsch mitbekommen. Wenn man also wollte, konnte man sich über die elementaren Geschehnisse  und Geschichten unter der deutsch-schweizer-österreichischen Gemeinde von Mae Nam informieren: die Geschichte des Schweizers Tommy, der nur oben ohne bedient, Schweizer Essen auf der Insel, angesagter Bikertreff. Wie gesagt, man kann eine Vielzahl solcher Geschichten hören.

Die Wirte waren auch untereinander mehr oder weniger verbandelt, alles Aussteiger (wenn man das so nennen will), die in Mae Nam dann ein Restaurant aufmachten. Zu unseren Stammlokalen gehörte auch das Moonlight (direkt neben dem hiesigen Tempel), das von Carsten und seiner Frau geführt wird. Auch dort haben wir lecker gegessen und später mit lokalen „Grössen“ und Längerurlaubern geschnackt. Erwähnenswert auch Mickey, ein Deutsch-Türke, der gerade auch ein Restaurant aufgemacht hat, in dem Gabi aus Eschweiler kocht. Gabi und ihr Mann veranstalten außerdem thailändische Kochkurse (natürlich mit Thaikoch).

Nicht weit entfernt von der San Remo Lounge – quasi über die Hauptstrasse – ist das Barracuda, das kulinarische Highlight des Ortes. Das Restaurant, das feinere Gerichte anbietet, wird von einem Deutschen mit seiner Frau geführt und bietet dann auch einmal den exquisteren (auch teureren) Geschmack. Sehr nett und eben auch einmal eine Abwechslung zum typischen Thaiessen. Achtung: In der Hochsaison besser reservieren, denn das Lokal ist meist gut ausgelastet!

Witzig fanden wir noch Uncle Fritz, der ein gutes Stück weg vom Ortszentrum in der Nähe von John’s Garden liegt. Auf Uncle Fritz sind wir gestossen, als wir nach dem Weg zum Garden gefragt habe. Dort saßen Eva und Mensa (Österreicher und Saarländerin), mit denen wir dann ins Gespräch gekommen sind. Das Thaipaar, das den Laden führt (sehr einfaches Ambiente), hat beim originalen Uncle Fritz gelernt und offeriert Wiener Schnitzel, Hackbraten mit Kapü, Pfeffersteak und Palatschinken. Haben wir uns auch einen Tag gegeben. Und es war einfach lustig, die beiden Thais Maumau mit Eva und Mensa spielen zu sehen.

Zweimal haben wir auch am Strand Fisch gegessen, im Seaview und im Zenzibar. Man kann direkt am Wasser sitzen und den Blick geniessen. Der Fisch – Red und einmal White Snapper – war ok, aber nicht überragend. Sollte man trotzdem einfach wegen des Ambientes direkt am Meer machen. Es wären noch eine Reihe weiterer Restaurants auszuprobieren gewesen, aber wie das halt so ist …

Als Weintrinker war ich auf Koh Samui preislich aufgeschmissen: einfach zu teuer, so dass ich Singha-Bier als mein Grundnahrungsmittel auserwählt hatte … Ging auch mal für 2 Wochen.

Die Insel: Die Insel Koh Samui empfand ich als sehr überschaubar. Wir sind an einem Tag mit einem Taxi rund um die Insel, 5 Tempel, von Big Buddha bis zu weniger bekannten, exotischeren Tempeln. Wer will, kann auch Krokodile, Tiger und Schlangen besichtigen. Es gibt zwei Wasserfälle, an denen man Elefanten reiten kann. Das musste dann nicht sein. Mae Nam ist einer der ruhigen, noch verschlafenen Orte. wer es lebendiger und touristischer mag, der kann in Chaweng oder Lamai absteigen.

Ausflüge: Natürlich haben wir auch Schiffsausflüge gemacht, einen nach Koh Phangan mit der Dschunke, einen zum Nationalpark. Der Dschunkentrip auf der Chantara war abenteuerlich wegen hohen Seegangs, aber insbesondere wegen des Stops am Thong Nai Pan Beach: feinster Sand und Idylle pur, vielleicht nichts für 2 Wochen, aber für 3-4 Tage ein Traumparadies. Die Tour zum Ang Thong Marine National Park mit Blue Stras war dagegen ruhig, aber auch empfehlenswert. Schwimmen, Kajak fahren und eine wirklich steile Treppe zum Nationalpark hinauf steigen.

Fazit: Sodele, ein sehr schöner entspannter Urlaub. Hat uns sehr gut gefallen und es besteht durchaus die Chance und Wahrscheinlichkeit, dass wir mal wieder kommen. Noch hat gerade Mae Nam einen bestimmten Charme, weil noch etwas Urtümliches und wie erwähnt Hippiehaftes (durch die nicht nur deutschen Aussteiger und Langzeittouristen) vorherrscht.

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