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Ein sehr interessante Kommentar auf 11 Freunde und eine lebhafte und kontroverse Diskussion allenthalben:

Sportdirektor Max Eberl und insbesondere Trainer Lucien Favre haben das Umfeld mit konsequenter Tiefstapelei geradezu hypnotisiert und erschufen damit sowohl eine Wohlfühloase als auch ein Blanko-Alibi. Misserfolge und schwache Leistungen lassen sich im Jahr 2013 allerdings nicht mehr mit einem Beinahe-Abstieg von vor zwei Jahren entschuldigen.

via Kommentar zum Gladbacher Pfeif-Eklat | 11 Freunde.

Ich sehe nicht so sehr Eberl, aber das Gejammere von Favre – dessen Leistung ich mehr als nur schätze – war vor und während der Saison teilweise unerträglich. Klar sind ganz wichtige Leistungsträger weg gegangen, aber es wurde auch kräftig investiert. Und ja, die Leistungen der Neuzugänge sind noch nicht das, was sie sein sollten. Im Gegensatz zu vielen Kritikern gebe ich ihnen aber noch ein Jahr Das zweite Jahr bei der Borussia sollte das sein, an dem sie gemessen werden.

Und generell muss Kritik erlaubt sein. Klar wird manchmal zu früh gepfiffen, aber die Leistungen gegen Freiburg und Fürth waren unterirdisch. Vor allem vermisste man den sichtbaren Willen, besonders bei sogenannten Führungsspielern. Deshalb war auch die Bemerkung von Bonhof richtig. Man nehme mal das Beispiel eines anderen Vereins. Unser Freund Uli Hoeness hat immer dazwischen gehauen und Reizpunkte gesetzt und das war – so glaube ich – in Retrospektive betrachtet gut so. Also ruhig mal Mut zur Kontroverse und nicht immer so dünnhäutig, Herr Favre, ter Stegen und Konsorten. Kritik – gerade auch, wenn sie berechtigt ist – ist nicht Königsmord oder  Majestätsbeleidigung. Und ob Pfiffe gleich unverschämt sind?

Fußballerisch stagniert die Borussia seit Saisonbeginn. Auf wichtige Siege folgen lustlose Vorstellungen wie zuletzt bei der 0:2-Nierderlage gegen Freiburg. Europa ist zum Greifen nah, doch im entscheidenden Moment fehlte in dieser Saison bislang der letzte Biss. Ein Umstand, der … auch Vize-Präsident Rainer Bohnhof dazu veranlasste, vor dem Fürth-Spiel auf den Tisch zu hauen. (»Wenn man kein Risiko eingeht, kann man auch keine Chance kreieren«)

Dass Bonhof mit seiner Mutlos-Kritik einen Nerv getroffen hat, zeigen auch die Unmutsbekundungen der Ostgerade. Am Ende sind es aber vielleicht genau diese Reizpunkte, die aus Spielern das letzte Prozent herauskitzeln. …

Das Gruppenkuscheln scheint vorerst beendet. Aber jede funktionierende Beziehung benötigt eben auch Reibungspunkte.

via Kommentar zum Gladbacher Pfeif-Eklat | 11 Freunde.

Links:

Ter Stegen: „Das ist unverschämt“

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