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Seit einigen Jahren bin ich ein Freund spanischen Weins (und Grund dafür war nicht die Rioja-Welle, die Deutschland zeitweise überflutete). So richtig angefangen hat es , wenn ich mich recht erinnere, mit dem „Waldi“, dem Conte de Valdemar, den mir mein damaliger Weinhändler in Darmstadt-Eberstadt empfahl, damals noch ein in Deutschland eher unbekannter, wuchtiger Rotwein aus dem Rioja. Unterdessen ist der Wein wohl weltweit vertreten und auch die Preise sind nach oben gegangen.

RafaelBesser kennengelernt habe ich spanischen Wein dann durch Rafael González und seine Frau, mit denen wir befreundet sind. Ich kann Rafael beim besten Willen nicht hier als einen meiner favorisierten Onlineweinshops beschreiben, denn die Art und Weise, wie wir Wein von ihm beziehen ist schon speziell: Wir sagen ihm, stell uns mal wieder ein oder zwei Kartons zusammen und dann bekommen wir eine Auswahl seiner Weiss- und Rotweine und auch Cava. Und es ist immer wieder eine positive Entdeckung und Überraschung, wobei einige Tropfen unterdessen zu unserem Standardrepertoire gehören.

Iberbodega

Denkt der gemeine Weintrinker an spanischen Wein, denkt er an Rotwein. Doch besonders überrascht bin ich immer wieder von den Weißweinen, die uns Rafael liefert. Sie haben einen ganz eigenen, oft mineralisch-speziellen Geschmack. Rafaels Onlineshop ist unter iberbodega.de zu finden. Die Seite finde ich übersichtlich und sehr informativ, da die Regionen und Weine kurz, prägnant vorgestellt werden. Auch Probierpakete bietet er an. Dies beschreibt wohl am besten seine Philosophie:

Wir möchten deutschen Weinkennern eine ausgewählte Anzahl erlesener spanischer Weine mit einer persönlichen Note präsentieren und profitieren dabei von der langjährigen vertrauensvollen Zusammenarbeit mit spanischen Weinerzeugern

via Über uns iberbodega.

So haben wir also unseren Berater für spanische Weine und sind sehr zufrieden. Sinnigerweise habe ich dieser Tage auch zwei Krimis gelesen, die sich mit Spanien und spanischem Wein beschäftigen. Einer ist von Carsten Sebastian Henn und nennt sich Gran Reserva – Ein Wein-Krimi. Henn kenne ich von seinen Ahr-Krimis mit dem lukullischen Kochdetektiv Eichendorff, den ich sehr als kauzigen Typen mit Rundungen und Katzen gemocht habe. Um es kurz zu machen: Es ist eine durchaus amüsante Einführung in den Rioja, in spanischen Wein und Lebensart, aber es fehlen die Charaktere und der Humor, den ich bei seinen Ahr-Krimis so geschätzt habe. Zumindest mal werde ich aufgrund des Romans ein Gran Reserva der Bodegas Faustino probieren, immerhin also ein Ziel erreicht, oder?

Besser gefallen hat mir Rioja für den Matador von Paul Grote, nicht nur, weil mir der deutsche Weinjournalist Henry Meyenbecker beruflich näher ist ( Na ja, a bisserl näher. Henns Protagonist Max ist Modefotograf, der die Schönen dieser Welt ablichtet). Bei beiden Krimis erfährt man einiges über den Rioja und spanischen Wein. Beide Handlungen hauen nicht vom Hocker. Sie sind eher der Rahmen, in dem über Wein, Land und Leute sowie Geschichte informiert wird. Insbesondere die Hintergründe zum Franco-Regime finde ich interessant, da ich mich damit nur sehr oberflächlich auskenne.

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