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Welch eine Abrechnung mit Apple von Hajo Schumacher. Und vieles daran ist sicher fundiert. Nähern wir uns wirklich dem Ende des Apfel-Zeitalters, nachdem Jobs von uns gegangen ist? Und natürlich fühle ich mich „schuldig“, denn ich bin ja fast komplett ver-apple-t.

Es geht nicht um ein paar Mal 99 Cent, sondern um den Geist, der hinter iTunes steckt, die Phantasie von totaler Kontrolle. …

Der Post-Jobs-Spirit ähnelt dem der Luxusboutiquen auf Flughäfen. Da draußen sind jede Menge Trottel, die einen Haufen Geld auszugeben bereit sind, nur um ein Label spazieren zu tragen. …

Die entscheidende Frage lautet: Wen lassen wir aus welchen Gründen in unseren hart erkämpften kulturellen Errungenschaften herumfuhrwerken? Oder, etwas melodramatischer: Haben Luther, Kant und die vielen Namenlosen auf dem Scheiterhaufen gewollt, dass wir unsere Freiheit einem Unternehmen für Elektrospielzeug schenken?

Facebook und Google und Amazon tun nicht wirklich viel, um sich sympathisch zu machen. Aber die drei akzeptieren immerhin, dass es auf diesem Planeten noch anderes Leben gibt. …

Was 2011 noch ein unbestimmtes Grummeln war, verfestigt sich zum Wendepunkt. Die Marke ist nicht mehr cool. Der Kern, das Einfache, ist geschmolzen. Den Verlust von einem der beiden Vorteile hätte man verschmerzt, beide auf einmal sind zu viel.

via Hajo Schuhmacher rechnet mit Apple ab – SPIEGEL ONLINE.

P.S. Die Entschuldigung von Google kann ich natürlich nicht so unterschreiben. Dazu bin ich zu misstrauisch gegen den selbsterklärten Gutkonzern, der von unseren Daten und Werbung lebt. So von wegen Freiheit, Kant und so …

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