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Wenn es nicht schon im Titel von Michael Pleitgen stünde, könnte ich ja einen Quiz starten, um welche Szene es hier geht. Er hat sich zur deutschen Wein-Bloggerszene geäußert:

Deutsche Blogger bloggen deutsch. Das ist eine banale Tatsache mit Folgen: deutsche Blogger haben kaum die Chance, international bekannt zu werden. Aber nicht nur das: als Deutscher hat man per se die Aussicht auf weniger Follower, Freunde, Likes, Plusse und Klout-Punkte. Man mag von all diesen Sachen halten, was man will – Fakt ist: die Netzwerke steuern die Präsenz in ihren Kanälen nach diesen Kriterien. Die gleiche Arbeit, der gleiche Einsatz – aber weniger Reichweite, weil man in der “falschen” Sprache unterwegs ist.

Deutsche Weinblogger bloggen in Deutsch. Das deutsche Wein-Blogs aber insgesamt so wenig Resonnanz haben, liegt sicher nicht nur an der Sprache, sondern auch an den Themen.

via Abgehängt – die deutsche Weinblog-Szene.

Und viele der Aussagen sind sicherlich eins zu eines auf andere Szenen, so auch in meinem beruflichen“Blogger-Umfeld“ Social Business zu beobachten.

Auch dort ist die Szene deutsch.

Auch dort könnte sie lebendiger sein (aber immerhin passiert was).

Auch dort kennt man sich, d.h. es gibt einen “Inner Circle” von Bloggern und “Experten”.

Auch dort gibt es kaum jemanden, der international wahrgenommen wird. Das liegt sicherlich auch an der Hemmschwelle, auf Englisch zu bloggen (sehe ich bei mir selbst).

Aber abgehängt, wie Michael Pleitgen schreibt? Ich weiß nicht. Ich sehe durchaus die Berechtigung für eine lebendige, bessere lebendigere deutsche Wein-Bloggerszene. Die ist derzeit nach meiner Wahrnehmung doch sehr überschaubar – oder oft kommerziell, also durch reine Promotion von Online Shops geprägt. Viele Konsumenten – ich gehöre dazu – wollen sich informieren und das auf Deutsch. Das sollte man nicht vergessen. Das Wein-Fachchinesisch ist oft im Abgang schon auf Deutsch sehr sperrig, dann noch auf Englisch? Mein Wein-Blogroll ist deshalb auf deutsche Autoren beschränkt meine Wein-Twitter-Liste umfasst nur deutschsprachige Twitterer

Natürlich wäre es auch schön, wenn sich einige Deutsche dann auch in der englischsprachigen Szene profilieren würden. Das scheint mir dann wohl eher was für die Profis zu sein, die dort auch Geschäftschancen sehen. Tja, da sind die Social Business– und die Wein-Bloggerszene dann doch unterschiedlich. In der IT ist Englisch schon etwas akzeptierter (auch wenn dort unsere Kunden es sehr oft auf Deutsch wollen).

Bei alledem sollten wir eines nicht vergessen: die Inhalte, die wir verfassen. Die müssen Lesergruppen interessieren und ansprechen.

siehe auch Social Media bei Winzern noch nicht angekommen oder “Rufverwaltung « Der @Schnutentunker”

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