Das was bei der SPD passiert, ist tiefdemokratisch

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Ich halte mich ja bezüglich Politik in meinen Blogs – bis auf Thema rund um Digitalisierung – zurück. Doch diesmal möchte ich ausnahmsweise Stellung nehmen, da gerade die SPD von allen Seiten rund gemacht wird. Ich kann dem nicht zustimmen. Meiner Ansicht nach hat die SPD einen tiefdemokratischen Prozess durchlaufen. Das ist kein Manko. Das ist gelebte, lebendige, offene und demokratische Auseinandersetzung in einer Partei, wie ich sie mir an vielerlei Stelle wünschen würde. Diese Art der Diskussion sollte nicht runter gemacht und stattdessen honoriert werden.

Ja, der Weg dahin war durch die Bemerkung von Schulz nach der Bundestagswahl, dass die SPD in die Opposition gehen werde, steinig und unglücklich. Das hätte nicht sein müssen. Trotzdem stehe ich zur oben getroffenen Aussage und hoffe, dass die SPD nicht ungerechterweise bei den kommenden Wahlen abgestraft wird und es wirklich schafft, sich inhaltlich – siehe beispielsweise meinen Beitrag zur Einstellung der SPD zu Digitalisierung – und auch personell zu erneuern.

Die Partei ist einmal wieder in eine Zwickmühle geraten und wurde auch vom Genossen Steinmeier in die Pflicht genommen. Und man scheint sich dieser Pflicht einmal wieder – wie so oft in der sozialdemokratischen Geschichte – zu stellen, währen der liebe Herr Lindner feixt (und die FDP trotzdem weiter bei den Vorhersagen bei 8 % steht), Dobrindt nur Unsägliches von sich gibt, Schmidt Glyphosat in unverschämtester Weise durchwinkt, Frau Merkel mehr oder weniger inhaltlich abgetaucht ist und kräftig an ihrem Stuhl gesägt wird … und so weiter und so fort. Da frage ich mich, wer wirklich abgewatscht gehört. Hier fehlt mir auch die notwendige Zurechtrückung und richtige Einordnung in der Presse.

 

 

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