Sommerliche Tour in den Rheingau: Kiedrich, bei den Weingütern Hans Prinz und Robert Weil

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Mehr repräsentativ: Das Glas.Cabinet auf dem Weingut Robert Weil in Kiederich

Sehr repräsentativ: Das Glas.Cabinet auf dem Weingut Robert Weil in Kiederich

Gestern haben wir eine Tour in den Rheingau gemacht und sind dabei einige Weingüter  angefahren. Zuerst hat es uns – eigentlich per Zufall – zum Weingut Hans Prinz in Kiederich verschlagen. Der eigentliche Plan war es, zu Fred Prinz zu fahren, aber da geriet ein bisschen was durcheinander. Der Eigentümer Thomas Prinz empfing uns und führte uns in seine Probierstube, die den Charme der 70er oder 80er Jahre ausstrahlte.

Wir haben dann einige Weine verkostet, die er und sein Sohn Philipp zusammen “machen”. Gefallen haben uns der 1-Liter Riesling Riesling Classic, ein süffiger Alltagswein für € 4,90. Daneben haben uns dann auch der 2014er Klosterberg Riesling Terroir „Phyllit“ und der 2014er Gräfenberg Riesling „Alte Reben“ , beide für € 6,50 die Flasche. Der Gräfenberg ist dabei – so Thomas Prinz – sehr trocken mit wenig Restsüsse “geworden”. Mir hat er sehr gemundet, da er auch sehr lang “kam”. Beide Weine haben noch Potential in der Flasche und ich bin gespannt, wie sie sich entwickeln.

Besonders sympathisch war die Zeit, die sich Thomas Prinz nahm. Wir haben uns lange unterhalten und er hat auch über die verschiedenen Arten, Wein zu machen berichtet. Auch bei den Prinzen bringt die junge Generation ihre Ansätze ins Geschäft ein und so kommt es natürlich zum konstruktiven Diskurs und das ist auch gut so.

Schon einmal in Kiederich anwesend, sind wir dann noch beim Weingut Robert Weil vorbei gefahren. Welch ein Unterschied. Auf der einen Seite die etwas altbackene, aber sehr familiär-persönliche Probierstube, auf der anderen Seite die Vinothek von Robert Weil, in der sich ein Innenarchitekt ausgetobt hat. Und ein großes, repräsentatives Anwesen mit einer Mischung älterer Gebäude und neuer, offensichtlich noch nicht alter Produktionsstätten. Bei Weil sieht und zeigt man den Erfolg. Für mich ein bisschen over the top.

Verkostet haben wir den 2014er Kiedricher Ortswein, der schon einen hervorragenden Eindruck machte, ein Wein, der fast zu schade zum Essen wäre, ein Alleinunterhalter für einen schönen Sommerabend. Diese Qualität hat mit rund € 16,- auch seinen Preis. Die beiden Ersten Lagen Klosterberg und Turmberg, an denen wir auch genippt haben, gaben sich dem gegenüber noch sehr verschlossen, aber das hatten die beiden jungen Männer, die in der Vinothek bedienten, schon angekündigt.

Tja, so haben wir an diesem Tag zwei Weinwelten kennengelernt, die am gleichen Ort in gleichen Lagen anbauen, sich aber in ganz anderen Phasen befinden. Ein interessanter Kontrast.

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Ein toller Blick in die Kiedericher Weinberge vom Weingut Robert Weil aus.

 

 

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